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#ALLESUNI

Prominente aus Sport, Kunst und Wissenschaft feierten mit den Universitäten den Welttag der Kreativität und Innovation

Erstmals begehen Österreichs Universitäten den 21. April mit einem Aktionstag. Prominente erzählen, welche Rolle Forschung und Kreativität in ihrem Leben spielen. Und warum sie Unis für wichtig halten.

Der 21. April ist der Welttag der Kreativität und Innovation, er ist 2018 von den Vereinten Nationen anerkannt worden. Die deklarierten Ziele lauten

- Kreativität und Innovation zum Nutzen der Gesellschaft zu fördern und

 - mit gesellschaftlichem Fortschritt die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen

Erstmals nehmen die österreichischen Universitäten den 21. April zum Anlass für einen gemeinsamen Aktionstag. Unsere Botschaft: Nicht nur Studierende, Lehrende und Forschende, sondern alle Menschen profitieren von den Universitäten - von der Kreativität und den Innovationen, die von den Universitäten zum Nutzen der Allgemeinheit ausgehen. „Ob in ruhigen oder herausfordernden Zeiten: Die Universitäten haben den Auftrag, die Weiterentwicklung der Gesellschaft mitzugestalten. Das bedeutet auch, stets für die Freiheit von Wissenschaft und Kunst, für Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte einzutreten“, sagt uniko-Präsidentin Brigitte Hütter.

Prominente Persönlichkeiten aus einem breiten gesellschaftlichen Spektrum begehen diesen Tag mit den Universitäten und unterstützen unsere Botschaft. Im Folgeden ein Querschnitt aus den sehr kreativen Videos und Veranstaltungen 

Großdemo in Innsbruck für "die Rohdiamanten der Zukunft" 

Rund 1500 Mitarbeitende und Studierende der Innsbrucker Universitäten versammelten sich in der Innsbrucker Innenstadt, um den wichtigen Beitrag der Hochschulen für die Gesellschaft aufzuzeigen. Anlass für den österreichweiten Aktionstag der Universitäten war der Welttag der Kreativität und Innovation am 21. April. Unter dem Motto "Krach für die Wissenschaft, weil's ohne Wissenschaft kracht" luden die Universität Innsbruck und die MedUni Innsbruck zum Rundgang durch die Innenstadt - begleitet vom StreetNoise Orchester. Gewarnt wurde auch vor Spardruck. "Wir forschen für Menschen und wir geben dieses Wissen weiter. Wir bilden die nächste Generation an Ärzt:innen und Forscher:innen aus", sagte MedUni Innsbruck-Rektor Gert Mayer. "Das heißt im Umkehrschluss: Wir als Universität brauchen eine Gesellschaft, die Wissenschaft ermöglicht und unterstützt, die unsere Arbeit ermöglicht." An die zahlreichen Studierenden gewandt sagte Uni Innsbruck-Rektorin Veronika Sexl: "Sie sind die Rohdiamanten der Zukunft, Ihre Ausbildung ist unsere Herzensangelegenheit. Dafür gehen wir auf die Straße: für die nächste Generation. Nur mit Wissenschaft werden wir die großen Herausforderungen - Klimawandel, Gesundheit und Frieden - meistern." Hier geht's zum Video

Mit BOKU-Wissen gegen Öko-Krisen

„Wenn Böden durch Trockenheit an Fruchtbarkeit verlieren, Starkregen ganze Siedlungsräume bedroht oder fossile Rohstoffe durch nachhaltige Alternativen ersetzt werden müssen, braucht es mehr als gute Absichten, es braucht Forschung, Mut - und Lösungen“: Die SOKO Donau-Stars Lilian Klebow und Max Fischnaller setzen sich für Wissenschaft im Kampf gegen die großen Öko-Krisen unserer Zeit ein. Studieren an der BOKU ist in der Familie Klebow ein Traum, verrät Lilian Klebow beim gemeinsamen Besuch mit BOKU-Rektorin Eva-Schulev-Steindl am BOKU-River Lab in Wien-Brigittenau. „Ich habe mich sogar schon erkundigt, ob ich noch auf der BOKU studieren könnte. Meine Tochter träumt davon, das eines Tages zu tun.“

Was die BOKU so einzigartig macht, ist ihr ganzheitlicher Zugang: Jeder Studiengang verbindet Natur- und Ingenieurwissenschaften mit Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. „So entstehen Lösungen, die nicht nur technisch machbar, sondern auch gesellschaftlich tragfähig sind“, sagt Schulev-Steindl. Das BOKU River Lab am Brigittenauer Sporn in Wien ist der Drehort einer kommenden SOKO Donau-Folge. Mit seinem 90 Meter langen und bis zu 25 Meter breiten Flussdurchlauf ermöglicht das Labor weltweit einzigartige Grundlagen- und angewandte Forschung und ist ein Aushängeschild der Lehre an der BOKU. Fischnaller: „Das Getöse, wenn die Schleuse geöffnet wird und 10.000 Liter Donauwasser pro Sekunde durchströmen, bleibt unvergesslich.“ Hier geht's zum Video.

MedUni Wien: Rektor und Professor lassen sich prüfen

„Das AKH ist für mich Heimat“, sagt der Kabarettist und Professor für Kinderchirurgie, Omar Sarsam, und stellt den neben ihm sitzenden Markus Müller vor: „Das ist der Rektor der MedUni Wien, wirklich, das ist keine KI.“ Ein Team von Jugendlichen nimmt die Szene auf und es verspricht spannend zu werden: Rektor und Professor erklären, dass sie sich den Prüfungsfragen einer Studentin stellen werden, die man nach dem ersten Semester Medizinstudium beantworten können muss. Ob sie’s schaffen, erfährt man in der Auflösung. Hier geht's zum Video.

Vetmeduni, „ein Glücksort“ für die Gesundheit der Tiere

Die Tierschützerin Maggie Entenfellner und Rektor Matthias Gauly besuchen gemeinsam die Kleintierabteilung der Vetmeduni in Wien. Entenfellner sagt, sie erlebe es täglich in ihrem Beruf, wie wichtig Tiere für Menschen sind. „Sie sind Freunde, Seelentröster, Familienmitglieder. Dabei spielt Gesundheit eine große Rolle. Was haben wir mit der veterinärmedizinischen Universität in Wien für ein Glück, einen Ort zu haben, wo Forschung und perfekte gesundheitliche Betreuung zueinander finden.“

Matthias Gauly: „Wir betreiben nicht nur Forschung, sondern bilden junge Menschen aus, die sich für die Gesunderhaltung von Hund, Katze und allen Nutztieren einsetzen, und damit tragen wir ganz wesentlich zur Gesunderhaltung von Mensch, Tier und Umwelt gleichermaßen bei.“ Hier geht's zum Video.

Ein Hoch auf die Wissenschaft im Linzer Kepler Salon

Schlüsselzitate aus einer hochrangigen Diskussionsrunde im bis auf den letzten Platz gefüllten Kepler Salon

"Jede Innovation entsteht aus einer Krise", und insofern seien Universitäten Teil des Puzzles zur Lösung von Problemen, sagt EVN-Vorststandsdirektor Stefan Stallinger. "Universitäten sind nicht nur Ausbildungszentren. Sie stehen - wie die JKU eindrucksvoll vorlebt - in Symbiose mit dem Wirtschaftsstandort. Den nächsten Innovationsschritt in die digitale Welt sollten wir daher gemeinsam gehen."

uniko-Präsidentin, Kunstuni Linz-Rektorin Brigitte Hütter: "Angesichts der weltzerstörerischen Tendenzen rund um den Globus haben die Universitäten mehr denn je den Auftrag, die Weiterentwicklung der Gesellschaft mitzugestalten. Das bedeutet auch, stets für die Freiheit von Wissenschaft und Kunst, für Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte einzutreten."

"Nach jahrzehntelangem Kampf gegen die konservativen und repressiven Strukturen Österreichs sind die Universitäten heute Orte der Wissenssicherung und der kritischen Auseinandersetzung mit den Problemlagen unserer Zeit", resümiert die Künstlerin Valie Export, auch Lehrbeauftragte und Universitätsrätin an der Kunstuni Linz. Sie empfiehlt jungen Künstler:innen und Wissenschafter:innen, sich bei ihrer Arbeit nicht von den negativen globalen Ereignissen abhalten zu lassen. "Individuelles Denken und ständige Reflexion ist eine Lebensaufgabe."

JKU-Rektor Stefan Koch: "Universitäten sind die Innovationsmotoren unseres Landes. Hier wird der Grundstein für die Lösungen von morgen gelegt: von nachhaltiger Energie bis zur digitalen Transformation. Darüber hinaus tragen die Universitäten in Zeiten von Wissenschaftsskepsis und Demagogie eine gesellschaftliche Verantwortung, indem sie einen faktenbasierten Diskurs ermöglichen." Hier geht's zum Bericht

Radfahren für die Wissenschaft mit der TU Wien

Eine Radtour vom Campus der TU Wien am Karlsplatz zum Campus Science Center mit Rektor Jens Schneider und Science Buster Martin Puntigam, ein Besuch der Großraumlabors, wo u. .a Österreichs Supercomputer und das eMOTION Lab für nachhaltige Mobilität beheimatet sind und ein kurzweiliger auftritt der Science Busters auf der TU Wien: das waren die Stationen der TU Wien zum Weltinnovationstag am 21. April. Hier geht's zum Bericht

Universität Klagenfurt diskutiert über "Kärnten im Aufbruch"

Vor großem Publikum und in lebhafter Atmosphäre wurde an der Universität Klagenfurt über "ein Bundesland im Aufbruch" diskutiert.  „Kärnten ist das Land der großen Chancen. In zehn Jahren ist es das Bildungsland mit Exzellenz, vernetzten Campusstrukturen und internationaler Sichtbarkeit; das Innovationsland mit starken Schrittmachertechnologien für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft; das Land mit modernster Infrastruktur, in dem sich Ideen, Projekte und Gründungen schnell umsetzen lassen, und das Land, das wie ein Magnet Fachkräfte, Talente, Unternehmen und Start-ups anzieht. Diese Zukunft kann Wirklichkeit werden, jedenfalls wartet sie nicht – sie entsteht nur, wenn wir jetzt gemeinsam mutig ins Tun kommen", sagt Infineon-Austria-Chefin Sabine Herlitschka. Die Intendantin des Carinthischen Sommers, Nadja Kayali, erinnert an die Eröffnung des Festspielhauses in Villach vor fünf Jahren und an den Bau des Festspielhauszwillings in Klagenfurt. "Kommendes Jahr erfolgt die Eröffnung als Twin-Cities. Die Kultur war der Gamechanger für ein prosperierendes Kärnten." Die Rektorin der Universität Klagenfurt, Ada Pellert, sieht „Kärnten in zehn Jahren als einen offenen, innovationsstarken Lebens- und Wissensraum, der Tradition und Zukunft mutig verbindet. Hochschulen, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft arbeiten im gesamten Alpen-Adria-Raum noch enger zusammen und prägen ein positives, vielfältiges Bild des Landes nach innen und außen. Kärnten erzählt dann Geschichten von Kreativität, Kooperation und internationaler Sichtbarkeit – in einer prosperierenden Region, in der man gut und gerne lebt". Hier geht's zum Bericht

Rektor interviewt Festspielpräsidentin

Der Rektor der Universität Salzburg, Bernhard Fügenschuh, interviewt die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Kristina Hammer. Das Gemeinsame von Bildung und Kultur beschreibt Hammer so: „Beide stellen sich die Frage, was die Welt im Innersten zusammenhält. Die Universität befähigt junge Menschen nicht nur dazu, etwas Fachliches zu lernen, sondern sich mi d er Welt ganzheitlich auseinanderzusetzen, zu hinterfragen, die Kraft der Analyse zu erlernen.  Bei der Kultur ist es die Kraft des kritischen Denkens, der neuen Perspektiven, auch die Kraft der Reflexion und die der Kreativität. Das verbindet unsere beiden Institutionen miteinander.“ Die Jungen Menschen, die an der Universität Salzburg studieren, seien eine Bereicherung für die Stadt, sie seien das Publikum der Festspiele. Studierende bringen „ein ganz anderes Leben in die Stadt.  Sie sind nicht nur am Lernen, sondern auch am Erleben und am Feiern, und sie prägen eine Stadt und den Geist dazu“. Es sei wunderbar, dass Salzburg im Sommer nicht nur ein Anziehungspunkt für 256.000 Menschen aus 88 Ländern ist, sondern auch für Studenten aus der ganzen Welt.“ Hammer schwärmt von der gelebten Nachbarschaft der beiden Institutionen, des Festspielhauses und der Universität, und vom Flair, das diese Stadt sowohl für die Künstler als auch für die Studenten ausmacht. Hier geht's zum Video.

Mozarteum: Gedanken über Innovation und Kreativität

Mavie Hörbiger (Schauspielerin): „Man darf den Begriff Innovation nicht von der Industrie beanspruchen lassen oder denken, man muss etwas vollkommen Neues machen. Man steht immer auf den Schultern von jemandem und auf einem gewissen Kanon. Deshalb finde ich Universitäten so wichtig: Man muss wissen, auf wessen Schultern man steht, denn darauf kann man selbst erblühen.“

Constanze Wimmer (Rektorin): „Mich beschäftigt sehr, wer wir als Universität in Bezug auf den Kulturbetrieb sind: Einerseits sind wir der Kulturbetrieb, als Arbeitgeberin für Künstler*innen und als Veranstalterin. Andererseits haben wir den Vorteil, uns darin auszuprobieren. Wir können kreativ sein und Ruhe kreieren, um zu reflektieren und mit etwas Distanz auf den Kulturbetrieb zu blicken, um auch kritikfähig zu werden.“

Mavie Hörbiger: „Ohne Universitäten würde eine Form von Freiheit fehlen. Ohne Kunst und Kultur wären wir nichts. Man braucht diese Räume, um frei zu denken und sich berühren zu lassen. Egal, was auf einer Bühne gezeigt wird, es gibt diese Zusammengehörigkeit in einem Raum. Das ist etwas ganz Großes und Schönes.“

Constanze Wimmer: „Kreativität sag viel darüber aus, wie man mit dem Leben umgeht, wie man es führt und ob man offen ist für das, was auf diesem Weg passiert. Es ist purer Luxus, wenn man sich über Dinge Gedanken machen darf.“ Hier geht's zum Video.

Experimentelles Spiel mit der angewandten am Wiener Brunnenmarkt

Gemeinsam mit Angewandte-Rektorin Ulrike Kuch präsentierte die Professorin für Experimental Game Cultures Margarete Jahrmann das multiperspektivische Spiel "The Tree Game" aauf dem Wiener Brunnenmarkt. Es handelt sich um ein kreatives Rollen- und Strategiespiel, das Spieler:innen abwechselnd in die Rollen von Bürger:innen, Industriellen sowie eines Sees und Waldes schlüpfen lässt. Das Spiel vereint Facetten eines Brettspiels mit künstlerischen und interaktiven Elementen und animiert zur anschließenden Reflexion über die Rollen, Strategien und Auswirkungen der gespielten Szenen. Hier geht's zum Bericht

WU Wien: Warum Manager:innen die öffentlichen Universitäten für wichtig erachten

Im Videobeitrag der WU kommen ehemalige WU Manager*innen des Jahres und Rektor Rupert Sausgruber zu Wort. Christopher Schläffer, Gründer und Executive Chairman von NYOUM (WU Manager des Jahres 2022), Patricia Neumann, CEO und Head of Smart Infrastructure bei der Siemens AG Austria (WU Managerin des Jahres 2024), Anette Klinger, Geschäftsführung IFN Beteiligungs GmbH (WU Managerin des Jahres 2019) und Georg Kapsch, CEO der Kapsch TrafficCom AG (WU Manager des Jahres 2025) erläutern darin, warum Universitäten Innovation ermöglichen, sozialen Aufstieg durch qualitätsvolle und leistbare Bildung fördern und als starke Partnerinnen von Wirtschaft und Gesellschaft wesentlich zur Zukunftsfähigkeit des Standorts beitragen. Hier geht's zum Video

Universität für Weiterbildung Krems:

Die Universität für Weiterbildung Krems veröffentlicht zum Weltinnovationstag Statements des aus der Corona-Pandemie bekannten Epidemiologen Gerald Gartlehner sowie von Rektorin Viktoria Weber.

Gartlehner: „Gerade im Gesundheitsbereich erleben wir täglich, wie groß der Unterschied zwischen Annahmen und verlässlichem Wissen ist. Als Evidenzforscher sehe ich es als zentrale Aufgabe, genau diesen Unterschied sichtbar zu machen.“

Weber: „Universitäten sind Orte, an denen aus Neugier und Kreativität Wissen entsteht. Gerade in Zeiten komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen ist es unsere Aufgabe, Forschungsprozesse sichtbar zu machen und Menschen dafür zu begeistern.“