uniko-Präsidentin Hütter: „Hochschulstrategie ist endlich dem drastischen Sparkurs anzupassen“
Politik hat auf Reformvorschläge der Universitäten bisher nicht reagiert / Neue Aussagen von Ministerin und FORWIT-Chef bestätigen uniko-Kritik am Universitätsbudget
OTS 31. 10. 2026
Am 31. Oktober endet die gesetzliche Frist, das Rahmenbudget für die Leistungsvereinbarungen der Universitäten 2028-30 festzulegen.
Kurz vor Ablauf der Frist werden Bekenntnisse abgelegt und Offenbarungen geleistet, die den Universitäten in ihrer Kritik recht geben. So sagt FORWIT-Vorsitzender Thomas Henzinger (im Ö1-Klartext und im Standard-Interview), dass die Universitäten 17 Milliarden Euro für die Jahre 2028 bis 2030 benötigen würden. Er habe diese Summe auch von der Regierung erwartet, sagt Henzinger, und er glaube, dass bei den Universitäten deswegen „übermäßig gespart wird“, weil die Regierung bei Reformen im Bereich Pensionen und Föderalismus keine Fortschritte macht. Der FORWIT ist das oberste Beratungsgremium der Bundesregierung im Bereich Wissenschaft, Forschung und Technologie.
Die Rektor:innen und Rektoren haben stets betont, dass sie einen Beitrag zur Budgetsanierung leisten wollen, dass aber die Dimension des Sparkurses bei den Universitäten dermaßen überschießend ist, dass negative Auswirkungen unvermeidbar sind.
Auch neue Aussagen der Ministerin lassen aufhorchen.